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Im Jahre 46 n. Chr. baute Kaiser
Claudius die Straße, die sein Vater Drusus, Adoptivsohn
des Kaisers Augustus, 15 v. Chr. beim großen Alpenfeldzug
benutzt hatte, zur Staatsstraße aus. Sie ist die einzige,
nach einem Kaiser benannte römische Straße über
die Alpen.
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Straßenvitrine
In der 8 m langen Vitrine sind die Funde,
die von Pferden oder Wagen stammen ausgestellt:
Achsnägel und Beschläge von
gebrochenen Achsen,
Hufnägel, Steigeisen und Pferdeschuhe (Hipposandalen)
Das Modell eines Römischen Reisewagens
veranschaulicht deutlich, den Reisekomfort, den sich wohlhabende
Bürger leisten konnten.
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Tabula Peutingeriana
Auf der Rückseite befindet sich
eine Kopie der Tabula Peutingeriana, der einzigen überlieferten
römischen Straßenkarte. Über 100 000 Straßenkilometer
ca. 3600 Namen von Städten und Orten sind auf der Karte
zu finden. Die römische Welt hatte allerdings nur drei
Kontinente: Europa, Asien und Afrika und hatte Rom zum Mittelpunkt
("alle Straßen führen nach Rom")
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Waffen und Legionäre
Ursprünglich wurde die Via Claudia Augusta
für militärische Zwecke ausgebaut. Die Legionen sollten
rasch von Oberitalien in das Gebiet des Oberrheins gelangen.
Manchmal wurden auch Waffen verloren. So sind in einer Vitrine
Gegenstände, die von Soldaten stammen, ausgestellt: Pfeilspitzen
und Lanzen, Äxte und Dolche.
Auch die gefundenen Münzen könnten
von den Legionären stammen.
Wir haben keinen römischen Legionär rekonstruiert, aber
der Künstler Ernst Reyer hat uns die ruhmreiche römische
Armee zeichnerisch dargestellt.
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Handel und Verkehr
Die Straße wurde vom Militär instandgehalten:
Verkehrsknotenpunkte, Flußübergänge und Brückenorte
wurden von einer Straßenpolizei bewacht.
Es wurden Straßenmeistereien, Pferdewechselstationen und
ein öffentlicher Kurierdienst eingerichtet.
Diese Infrastruktur kam auch der Zivilbevölkerung
und den Händlern zugute. Der Handel blühte, und kulturelle
Fortschritte wurden übernommen.
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