Bronzezeitlicher Opferschatz vom Moosbruckschrofen

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2001 entdeckte Franz Neururer in einer Felsspalte ein Depot von über 350 Bronzen aus der mittlerne Bronzezeit (1650 v. Chr. – 1300 v. Chr.) Das Depot kann als größter und vielfältigster Fund aus dieser Zeitperiode in Mitteleuropa angesehen werden. Im Depot sind Schmuck und Trachtbestandteilebronzezeitlicher Frauen, eine große Anzahl von Sicheln als Hinweis für Getreideanbau und Waffen als Opfergaben bronzezeitlicher Krieger. Neben vielen Beilen sind mehrere Lanzen und vier Schwerter vertreten. Als Sensation gilt das Fragment eines Kammhelmes, der als ältester Helm Europas angesehen werden kann.

Der hallstattzeitliche Bronzehort von Fließ

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Der 1990 vom Bauern Josef Kathrein gefundene Bronzehort mit 386 Gegenständen aus Bronze und ist damit einer der bedeutendsten Hortfunde der Hallstattzeit im Ostalpenraum. Er umfasst alle Gegenstände, die in der damaligen zeit aus Metall hergestellt wurden: Gürtelbleche, Fibeln, Arm- und Fußreifen, Bruchstücke von Gefäßen und Gürtelbleche. Wegen der Anzahl und Formenvielfalt sowie der Fülle an Dekormotiven stellen die Gürtelbleche die Kulturhistorisch wertvollsten Stücke im Depotfund dar. Sie belegen den in der jüngeren Bronzezeit und älteren Eisenzeit verbreiteten Sonnenkult.

Der Brandopferplatz auf der Pillerhöhe

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Auf der Pillerhöhe, in der Nähe des „Gachen Blick“ wurde 1991 ein bronzezeitlich – eisenzeitlicher Brandopferplatz entdeckt. Der Kultplatz wurde auch in römischer Zeit weiter genutzt und fand erst mit der Ausbreitung des Christentums sein Ende. Die Opfergaben, Waffen, Schmuck und Trachtbestandteile, Votivbleche, Münzen und Keramiken sind im Archäologischen Museum Fließ ausgestellt.

Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta

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Die Via Claudia Augusta wurde 46/47 n. Chr. unter Kaiser Claudius zu Staatsstraße ausgebaut. Sie führte von Altinum an der Adria und vom Po über Feltre, Trient, Bozen, Meran, Reschen, Fernpass, Augsburg bis an die Donau. Gegenüber dem Museum befindet sich das Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta Tirol. Dort informieren Funde von der römischen Kaiserstraße und eine Kopie der Tabula Peutingeriana über Verkehr und Straßennetz im Römischen Reich.

Alpines Heiligtum Pillerhöhe

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Das Zentrum des Heiligtums bildet der Aschehügel mit Durchmessern von 12 x 15 Metern und einer Höhe von 2,5 Metern. Östlich des Aschehügels befindet sich ein Steinaltar, auf dem die Teile der Tiere, die für die Götter bestimmt waren, verbrannt wurden. Der Brandopferplatz wurde 2011 als Freilichtmuseum gestaltet und kann frei besichtigt werden