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Kultplatz

Bronzehort [Fließ]

Bronzehort [Piller]

 
 

 

   
BRONZEHORT MOOSBRUCKSCHROFEN
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Der mittelbronzezeitliche Schatzfund wurde am 5. Mai 2001 vom Hobbyarchäologien Franz Neururer
im Bereich des Moosbruckschrofens am Piller (Gemeinde Fließ) entdeckt. Der Fund war gegen Ende der mittleren Bronzezeit in einem Keramikgefäß in einer Felsspalte deponiert worden. Er umfasst 360 Bronzegegenstände wie Schwerter, Dolche, Lanzenspitzen, Beile so wie Sicheln und Trachtschmuck.
Er wird in die Zeit von 1550 bis 1250 v. Chr. datiert.


Eindrucksvoll ist die Ausrüstung eines Kriegerhäuptlings, die neben Helm, Lanze Schwert Dolch und Beil, als Zeichen der Zivilisation auch Armreif und den Griff eines Rasiermessers umfasst. Zur Schmuckausstattung der bronzezeitlichen Frau
gehörten Colliers aus Spiralanhänger oder Panzerscheiben sowie verzierte Kleidernadeln (Flügelnadel).


Sensationelle Ergebnisse brachte die wissenschaftliche Bearbeitung eines Helmfragmentes (Prof. Markus Egg) im Römisch germanischen Zentralmuseum in Mainz.
Der Helm, der in das 14. bis beginnende 13. Jh. v. Chr. datiert werden konnte, zählt zu den ältesten Metallhelmen Europas.
Ein höheres Alter kann nur ein Helm aus Knossos für sich in Anspruch nehmen. In der Restaurationswerkstätte in Mainz konnte eine Rekonstruktion des Kammhelmes angefertigt werden (Dirk Nowak).


Im Juni 2004 konnte der gesamte Schatzfund nach Fließ zurückgeführt werden, und kann nun im Archäologischen Museum bewundert werden.

 


restauriertes Fundgefäß gefüllt mit einem Teil
der Fundstücke

 

Collier mit Panzerscheiben als Schmuck der
reichen Frau


Rekonstruktion des Kammhelmes, den man sich noch
im Bereich des Kammes, den man sich noch im Bereich des
Kammes mit Rosshaar geschmückt vorstellen muss