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Der hallstattzeitliche Bronzehort von Fließ
Der 1990 gefundene Bronzehort umfaßt 385 Gegenstände
aus Bronze und gilt als einer der bedeutendsten Hortfunde dieser
Zeitperiode im Ostalpenraum.
Im Fundesemble sind alle Gegenstände, die in dieser Zeit
aus Bronze angefertigt wurden, vertreten:
Fibeln, Ringschmuck, Bruchstücke von Gefäßen,
Werkzeuge und Waffen sowie Gürtelbleche.
Einzelne Gegenstände sind unfertig bzw. unbenutzt, der Großteil
der Gegenstände ist zerbrochen, wobei jeweils nur ein Bruchstück
vorhanden ist. Dies spricht für eine kultische Funktion des
Hortes.
Der Fund belegt eine bisher nicht bekannte Kultur in der späten
Hallstattzeit im oberen Inntal.
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FIBELN
Fibeln lösten die in der Bronzezeit
verwendeten Kleidernadeln ab. Sie waren gleichzeitig Trachtenbestandteil
und Schmuckgegenstand.
Von den 73 gefundenen Fibeln herrschen neben einigen lokal anmutenden
sowie im Etschtal beheimateten Formen eindeutig die im Gebiet
der Estekultur vorkommenden Fibeltypen vor.
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RINGSCHMUCK
Zahlreich und vielfältig ist
der im Bronzehort vorkommende Ringschmuck.
Halsreifen sind mit neun, Fußreifen mit vier Exemplaren
vertreten. Daneben finden sich ein Ohrring, Fingerringe sowie
Schläfen und Lockenringe.
Den Hauptteil bilden aber Armspangen, die mit 49 Bruchstücken
vertreten sind.

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GEFÄSSE
Gefäße aus Bronzeblech sind mit
mindestens 11 verschiedenen Typen vertreten.
Mit Bruchstücken von Kreuzattaschenbecken, Henkeltassen,
Siebgefäßen, Eimern, Kesslen, Kegelrandamphoren,
Perlrandbecken, Situlen, und Rippencysten sind ein Großteil
der während der Hallstattzeit verwendeten Formen belegt.
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WERKZEUGE
Perfekt gefertigte Werkzeuge sprechen für
einen hohen Standart des Handwerks. Beile, Sägen, Raspeln
und Tüllenmeißel dienten der Holzbearbeitung, während
die massiven Meißel zur Steinbearbeitung verwendet wurden.
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WAFFEN
Beile bilden mit 53 Stück und einem Gewicht von 20 kg
den größten Teil des Hortfundes. Besonders die kleinen
Beile, die oft auch schriftähnliche Zeichen tragen, wurden
ausschließlich als Waffen verwendet. Neben der großen
Zahl von Lappenbeilen finden sich auch Rippenäxte und Lanzenspitzen.
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GÜRTELBLECHE
Mit 38 Fragmenten hat sich die Zahl der bisher
im mittleren und südlichen Alpenraum gefundenen Gürtelbleche
mehr als verdoppelt. Gürtelbleche waren meist Bestandteil
der reichen Frauentracht. Als Verzierung zeigen sie religiöse
Motive, die kunstvoll hineinpunziert wurden. Sie geben uns durch
ihre Verzierungen Aufschluß über die Glaubensvorstellungen
der Menschen in der Hallstattzeit.
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